Verfassung
27. Oktober 2016

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"Sonntags-Maler"

Hans Hentschel zeichnet die Geschichte von Martin Luther

Wie Martin Luther zu seinem Vornamen kam und warum ein Stück Kreide dem Reformator Trost spendete – das ist das Thema der ersten von 12 „Pinselpredigten“ des Sonntagsmalers Hans Hentschel über das Leben und Wirken Martin Luthers.

„Meine Bilder sind keine hohe Kunst“, meint Hans Hentschel, „aber der Witz ist, dass es so schnell geschehen muss: Ich muss immer reden und gleichzeitig malen.“ Drehort ist das Amtszimmer des Sonntagsmalers, der im wirklichen Leben Superintendent im Kirchenkreis Bramsche ist. Für seine Filme tauscht er den schwarzen Talar gegen eine bunte Malerweste, während er mit Aquarellfarben und Filzstiften die Luthergeschichten auf der Staffelei zum Leben erweckt.

Der leitende Theologe lernte das Malen von seiner Mutter, die Kunstmalerin war, und verdiente sich im Studium sein Geld als Pflastermaler. Heute gestaltet er regelmäßig Gottesdienste und Andachten, indem er seine Worte mit Pinsel und Farbe unterstreicht. "Wir können uns Dinge leichter merken, wenn wir sie mit einem Bild verbinden“, so Hans Hentschel. Ein Filmteam um Regisseur Jürgen Gutowski zeichnet seine ungewöhnlichen "Pinselpredigten" auf und folgt den Farbstrichen aus unterschiedlichen Kameraperspektiven.

Nach dem Auftaktfilm über Luthers Taufe folgen 11 weitere fünfminütige Beiträge über Lebensstationen Luthers. Sie zeigen ihn in einem lebensbedrohlichen Gewitter, als verzweifelten Mönch in seiner Zelle, beim Verhör vor dem Kaiser und als Übersetzer der Bibel. Luther wird auch als Liedermacher und Ehemann von Katharina von Bora vor Augen geführt.  

Die erste "Pinselpredigt" ist ab 26.10. online auf www.evlka.de und www.radiokirche.de  zu sehen. Die Filme stehen auch interessierten Kirchengemeinden für ihre Internetseiten zur Verfügung. Die 12 Filme des Sonntagsmalers erscheinen wie ein Kalenderblatt an jedem Monatsanfang des Festjahres. Zum Ende des Reformationsjubiläums soll die Lebensgeschichte Luthers in 12 kurzen Internetfilmen vorliegen und kann auch für die Gemeindearbeit sowie für den Schul- und Konfirmandenunterricht eingesetzt werden.  

Die zwölf Folgen sind ein Beitrag der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers für das Festjahr zu 500 Jahren Reformation. Es beginnt am Reformationstag, 31. Oktober 2016, und schließt am Reformationstag 2017. 500 Jahre zuvor, am 31. Oktober 1517 soll Martin Luther die 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche genagelt und damit die Reformation ausgelöst haben.

 

 

In jedem Monat des Jubiläumsjahres malt Hans, der Sonntagsmaler, ein Bild zu einem Thema der Reformation. Mit flinken Pinselstrichen erzählt Sonntagsmaler Hans Hentschel in 12 Kurzfilmen die Lebensgeschichte von Martin Luther. Das gemeinsame Projekt der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und der Evangelischen Kirche im NDR geht am 26. Oktober online. Die zwölf "Kalenderblätter" zum Themenjahr "500 Jahre Reformation" werden jeweils am Monatsanfang  zu sehen sein.

Teil 4: Luther sucht einen gnädigen Gott - "Bitte recht freundlich"